Kontakt
Eintrittskarten
Impressum
Startseite
Historie
Das Fenster zum Flur
Spielhandlung
Info & Aufführung
Personen und ihre Darsteller
Karl Wiesner, Straßenbahnführer:
Anni Wiesner, seine Frau:
Helen (alias Helene):
Inge, ihre jüngere Schwester:
Herbert, ihr Sohn (Medizinstudent):
Dan, Helens Sohn:
Erich Seidel, Klempnermeister:
Adam Kowalski, polnischer Musiker:
Regie: Josef Kasper
Souffleuse: Gertrud Fuchs
Plakat-Grafik: Rudolf Niedersteiner
Bühnenbauteam: Erwin Niedersteiner, Karl Isemann, Bernhard Brandl
Frisuren: Inge Loder
Maske: Inge Loder, Kathi Wegner, Maria Gattinger
zurück zur Übersicht
1994
Erwin Niedersteiner
Sonja Moser
Cornelia Schätzl
Miriam Moser
Harald Lichtensperger
Matthias Wegner
Jim Moser
Werner Popfinger
Volksstück in fünf Bilder
von Curth Flatow und Horst Pillau
Das Stück spielt in den 50ern in einer kleinen Münchner Wohnung im Souterain. Mutter Wiesner ist eine der legendären "Trünmierfrauen", die beherzt nach dem 2.Weltkrieg das zerstörte Deutschland mit aufbauen halfen. Als Hausmeisterin beurteilt sie die Menschen in erster Linie nach ihren Füßen, die sie aus ihrem Wohnungsfenster zu sehen bekommt. "Ich brauch nur einen Blick auf die Füße zu werfen, dann enthüllt sich mir der ganze Charakter."
Sie hat ihr ganzes Leben lang geschuftet, damit ihre drei Kinder raus aus der kleinen Wohnung, hinauf in die "erste Etage" kommen.
Ihr starker Charakter läßt der Familie keine Wahl, sie muß sich wohl oder übel ihrem Diktat beugen. Keiner traut sich ihr die Wahrheit zu sagen.
Der Sohn Herbert soll nach ihrem Willen Arzt werden, denn der Bub hat nach ihrer Meinung "goldene Hände". Herbert hat aber dazu überhaupt keine Lust mehr. Er will endlich Geld verdienen und nicht jeden Monat von der Mutter sein Taschengeld beziehen. Außerdem kann er kein Blut sehen
und fällt ständig in der Anatomie um. Das alles wird von der Mutter aber stets mit einem Satz fortgewischt. Der Sohn soll Dr.Wiesner werden, denn dafür sainmelt sie bereits Patienten und spart für Blutdruckmesser und Spritzen mit eingeschliffenem Kolben.
Für die jüngere Tochter Inge hätte sie eine Karriere als Tänzerin vorgesehen. Inge ist aber der Meinung, daß sie als Kellnerin in einem Tageskaffee besser aufgehoben wäre. Mutter Wiesner straft sie mit Verachtung und so flüchtet sie in die Arme ihres polnisehen Musikers für den sie schon lange schwärmt.
Die ältere Tochter ist ihr ganzer Stolz, sie hat sich mit dem reichen GI, Mister William Dabblejuh Whitley, verkuppeln lassen.
Das stellt sich aber als Schwindel heraus. Helen hat ihren GI, mit dem sie nach Amerika ging, überhaupt nicht geheiratet und ihr Sohn Dan ist von einem anderen Mann, mit dem sie auch nicht verheiratet ist. Das darf Mutter Wiesener nicht erfahren, das würde sie nicht überleben, davon ist die ganze Familie überzeugt.
Helen und ihr alter Verehrer, der Klemptner Erich, sind sich wieder etwas näher gekommen, sehr zum Unwillen der Mutter. Darauf angesprochen und von Mutter Wiesener in die Enge getrieben, entwischt Erich der Satz: "Gehn s doch mal ins Caffee da drüben, da sitzt jemand an der Kasse der sieht aus wie s Lenerl".
Für Mutter Wiesener bricht eine Welt zusammen. Ihr Lenerl an der Kasse mit einem Häuberl auf dem Kopf. Aber es soll noch viel schlimmer kommen. Jetzt wird reiner Tisch bei Wiesners gemacht.
Plötzlich kommen alle bisher so sorgsam gehüteten Geheimnisse ans Licht.
Der ruhende Pol der Familie, ist Vater Wiesner. Er erträgt die Streitereien der Familie mit stoischer Ruhe. Bei einer Augenuntersuchung stellt sich heraus, daß er nicht mehr als Trambahnführer der Linie Moosach 1 fahren kann.
Diesen Tiefschlag will Vater Wiesner seiner Frau selbst beibringen. Aber das ist nicht so einfach.
Voller Stolz, er ist für die Jungfernfahrt des neuen Großraumwagens vorgesehen, hat sie ihrem Mann eine neue Uniform für den großen Tag machen lassen. Er will ihr, und sich die Freude nicht verderben und verschiebt sein Geständnis: "Morgn ist auch noch ein Tag."
Prompt wird er in einen Verkehrsunfall verwickelt. Die Verletzten werden von Herbert und Mutter Wiesner versorgt.
Als sie sich endlich um ihren Vater küminern wollen, war der verschwunden. Vater Wiesner fühlt sich für den Unfall schuldig, und versucht sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen.
Dank Mutter Wiesners Schussligkeit, die das Glas für Schlaftabletten mit dem Glas für Abführtabletten verwechselte, bleibt der Versuch ohne Folgen. Zum Schluß schaut es doch nicht ganz so schlecht für Familie Wiesener aus.
Inge will ihren polnischen Trompetenspieler heiraten und erhält dafür sogar den Segen der Mutter.
Herbert studiert weiter, weil er bei der Versorgung der Verletzten spürte, wie schön es ist, helfen zu können.
Fehlt nur nocht Helen. Bei ihr versucht sie wieder etwas nachzuhelfen, daß es mit ihrem Erich klappt. Leider geht das daneben. Aber sie will sich sowieso nur noch um ihren Karl kümmern, der nach der Augenoperation einige Zeit auf ihre Hilfe angewiesen sein wird.
Der gute Vorsatz, sich nicht mehr bei Heien einzumischen hält aber nicht lange vor. Erich hat seine Klemptnertasche vergessen.
Absichtlich ????? "Helen! Zieh dich mal an! Den Kleinen auch!
Duch mußt mal einen Weg für mich machen".