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Historie
Graf Schorschi
Spielhandlung
Info & Aufführung
Personen und ihre Darsteller
Josef Schramm, Realitätenbesitzer:
Babette, seine Frau:
Bertl, ihre Tochter:
Walburga Graf, Blumenhändlerin:
Schorschi, deren Sohn:
Rosl, Metzgermeister Schimmelbeck's Tochter:
Lenz, Schankkellner beim Sternecker:
Theres, Köchin bei Schramm:
Meier, von der Auskunftei Scharfblick:
Kribler, ein Straßenkehrer:
Anni, Bertl's Freundin:
Weinzierl, Polizei-Inspektor:
Schmeiriedl, Schutzmann:
Schöberl, Amtsdiener:
Regie: Josef Kasper
Souffleuse: Gertrud Fuchs
Plakat-Grafik: Rudolf Niedersteiner
Bühnenbauteam: Erwin Niedersteiner, Bernhard Brandl, Peter Niedersteiner, Sonja und Jim Moser
Frisuren: Inge Loder
Maske: Inge Loder, Kathi Wegner, Maria Gattinger
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1993
Peter Niedersteiner
Kathi Wegner
Miriam Moser
Sonja Moser
Rudi Ott
Michaela Seemüller
Bernhard Brandl
Cornelia Schätzl
Hans Böller
Karl Isemann
Ursula Neisser
Jim Moser
Emmeran Bieringer
Werner Popfinger
Ein Münchener Stück in drei Akten von Carl Borro Schwerla
Das Stück erzählt unterhaltsam vom Leben am Münchner Viktualienmarkt zu einer Zeit, als die Rosen noch a Zehnerl kosteten, Anfang des Jahrhunderts.
Da ist die geduldige Standlfrau Walburga Graf, die ihre taufrisehen Rosen an ihre kritischen Kunden verkaufen will.
Außer sich gerät sie allerdings, als die Frau des Realitätenbesitzers Schrumm ihre "Rose Zentifolia" als "Bauernrose" bezeichnet.
Da gerät sie so in Rage, daß sie ihre Kundschaft als "alte Suppenhehner" bezeichnet und ihr die Rose um die Ohren haut.
Wie das Leben oft so spielt, ausgerechnet in Schrumm's Töchterchen Bertl verliebt sich der Sohn Schorschi, obwohl sie so ein freches Luder ist und ihm einfach mit dem Radi davonfährt. Bisher hat sich der Schorschi immer erfolgreich vor den Frauen retten können, vor allem vor der Metzgertochter Rosl, die ihm ziemlich eindeutige Angebote macht.
Vater Schrumm erscheint auf dem Viktualienmarkt und kauft für seine Tochter, die Geburtstag hat, genau die Rose Zentifolia die vorher seine Frau
so verschmäht hat. Mit ihr nimmt die ganze Verwechslung ihren Lauf.
Herr Schrumm beauftragt die Standlfrau, ihm den Strauß Rosen in die Wohnung zu liefern. Das muß der Schorschi widerwillig übernehmen, obwohl er, auch ziemlich widerwillig, mit der Rosl zum Fünfuhrtee im Kristallpalast verabredet ist.
Im Hause Schrumm ist heute helle Aufregung, denn ein Graf hat seinen Besuch angekündigt. Vater Schrumm wittert sofort einen Heiratsschwindler oder ähnliches, und setzt einen Privatdetektiv, einen Bekannten, auf den Grafen an. Tatsächlich stellt sich heraus, daß der Besuch ein gesuchter Schwerverbrecher sein könnte.
Ein Heiratsschwindler, der einen Polizeibeamten "haarscharf am Lüngerl vorbei" angeschossen hat.
Schruimn bangt um seine Familie. und will notfalls alles für sie opfern. Um seine Lieben nicht zu beunruhigen verschweigt er ihnen, daß vor dem Haus die Polizei auf den gesuchten Grafen wartet.
Wie's der Zufall haben will, erscheint der Graf-Schorschi als Blumenbote, im "Schmoking" (er will anschließend zum Kristallpalast) und wird von der Köchin, der Theres, für den Grafen gehalten und in die Wohnung gebeten. Die Verwechslungskomödie nimmt ihren Lauf.
Bertl, die entschieden gegen die adeligen Heiratspläne ihrer Mutter ist, schaut sich den hohen Besuch, nach gutem Zureden der Theres, durchs Schlüsselloch an. Sie stellt fest "des ist koa Graf, i muaß wissen was der da wui". Mit reichlich Schnaps will sie der Sache auf den Grund gehen.
Zwischenzeitlich kommt der Hausherr recht aufgeräumt aus der Wirtschaft zurück. Dort hat er mit seinem Detektiv die kriminalistischen Aktivitäten der Polizei überwacht. Der Graf ist vorher schon gefaßt worden und wird nicht mehr zum Hause Schrumm kommen, so wird ihm erklärt.
Theres erklärt ihm aber, daß der Graf bereits im Hause sei. "Der muaß wieder ausbrocha sei".
Panik breitet sich bei Vater Schrumm aus. Wie kann er seine Familie retten?
Seine Tochter glaubt ihm nicht, daß der Besuch ein Verbrecher sein soll und versucht sich auf dem Viktualienmarkt Gewissheit über die Person des "Grafen" zu verschaffen.
Da hilft nur noch die Polizei.
Die Beamten auf dem Revier wittern einen großen Kriminalfall, der ihre Beförderung beschleunigen könnte. Mit der nötigen Schärfe wird der vermeintliche Graf einvernommen. Schorschi sieht das alles von der heiteren Seite und amüsiert sich köstlich.
Bertl, auf der Suche nach ihrem Grafen, kommt ins Polizeirevier und versucht die Beamten davon zu überzeugen, daß er kein Verbrecher ist.
Die Polizei: "Und woher woll'n Sie wissen, daß er koana ist?
"Bertl: "Weil i'n in der Früah scho am Markt drinn gseng hab- und da war er a Gärtnerbursch!" antwortet Bertl etwas kleinlaut. Etwas energischer versucht's Mutter Graf, und wird prompt als Komplizin verhaftet, nachdem sie zugibt: "Mir hoassen uns alle Graf".
Während die drei Polizisten versuchen die aufgeregt Frau Graf in die Zelle zu sperren, haut Bertl die Türe zu, und sperrt alle ein. Schorschi sieht verblüfft zu: "Warum ham S' 'n des to?".
"Daß Sie fürt könna! Schaung S'daß weiterkemma gena S'zua - schnell", versucht Bertl ihren Grafen zu retten.
Jetzt klärt sich alles auf. Das Mißverständnis, daß Schorschi kein Graf ist, sondern nur Graf heißt, wird aufgeklärt und die Polizisten werden ebenfalls durch einen Anruf des Hauptquartiers zurückgepfiffen.
Es stellt sich raus, der echte Graf ist ein Versicherungsagent, der Fam. Schrumm versichern wollte.
Zum guten Schluß bekommt der Schorschi seine Bertl und die Polizisten eine Einladung zur Verlobung.