Kontakt
Eintrittskarten
Impressum
Startseite
Historie
Die Physiker
Spielhandlung
Info & Aufführung
Personen und ihre Darsteller
Fdl. Dr. Mathilde von Zahnd, Irrenärztin:
Martha Boll, Oberschwester:
Monika Stettler, Krankenschwester:
Uwe Sievers, Oberpfleger:
Mc Arthur, Pfleger:
Murillo, Pfleger:
Herbert Georg Beutler, gen. Newton (Patient):
Ernst Heinrich Ernesti, gen. Einstein (Patient):
Johann Wilhelm Möbius, Patient:
Missionar Oskar Rose:
Frau Missionar Lina Rose:
Adolf Friedrich, ihr Bub:
Wilfried Kaspar, ihr Bub:
Jörg-Luka, ihr Bub:
Richard Voß, Kriminalinspektor:
Guhl, Polizist:
Blocher, Polizist:
Gerichtsmediziner:
"Leiche":
Regie: Josef Kasper
Souffleuse: Gertrud Fuchs
Maske: Inge Loder, Kathi Wegner, Maria Gattinger
Frisuren: Inge Loder
Bühnengestaltung: Rudolf Niedersteiner
Bühnenbauteam: Erwin Niedersteiner, Bernhard Brandl, Sonja Moser, Sigi Wegner, Franz Gattinger
zurück zur Übersicht
1992
Cornelia Kaiser
Sonja Moser
Miriam Moser
Bernhard Brandl
Georg Bieringer
Rudi Ott
Erwin Niedersteiner
Hans Pest
Werner Popfinger
Ludwig Gradl
Cornelia Schätzl
Martin Barth
Benjamin Moser
Johannes Popfinger
Jimmy Moser
Hans Böller
Emeran Bieringer
Harald Lichtensperger
Christine Pest
von Friedrich Dürrenmatt
Ort der Handlung: Sanatorium "Les Caristiers" in der Schweiz der 60er Jahre
In dem Schweizer Nervensanatorium "Les Cerisiers" entpuppen sich die vermeintlichen Irren "Einstein, "Newton" und Möbius als Physiker mit dem Wissen zur Macht.
Möbius, der als Konsequenz seiner Vernichtung bringenden kernphysikalischen Entdeckungen die Flucht in den gespielten Wahnsinn gesucht hat, selbst um den Preis der Zerstörung seiner Ehe und Familie.
Die beiden Agenten, Kilton ("Newton") und Eisler ("Einstein"), die auf Möbius durch eine von ihm veröffentlichte Dissertation aufmerksam wurden, bewachen ihn, um an die Formeln zu gelangen. "Newton" geht es um die Freiheit der Wissenschaften, "Einstein" um Machtpolitik.
Beide können Möbius nicht garantieren, daß seine Erfindung nicht in falsche Hände gerät, wenn er mit ihnen aus der Irrenanstalt flieht. Die Szene bei Tisch zeigt die Ausweglosigkeit der Situation.
Möbius: "Was die Welt mit den Waffen anrichtet, die sich schon besitzt, wissen wir, was sie mit jenen anrichten würde, die ich ermögliche, können wir uns
denken. Dieser Einsicht habe ich mein Handeln untergeordnet. Ich war arm. Ich besaß eine Frau und drei Kinder. An der Universität winkte Ruhm, in der Industrie Geld.
Beide Wege waren zu gefährlich. Ich hätte meine Arbeiten veröffentliehen müssen, der Umsturz unserer Wissenschaft und das Zusaminenbrechen des wirtschaftlichen Gefüges wären die Folgen gewesen. Die Verantwortung zwang mir einen ander Weg auf.Ich ließ meine akademische Karriere fahren, die Industrie fallen und überließ meine Familie ihrem Schicksal. Ich wählte die Narrenkappe.
Ich gab vor, der König Salomo erscheine mir, und schon sperrte man mich in ein Irrenhaus. Die Vernunft forderte diesen Schritt.
Wir sind in unserer Wissenschaft an die Grenzen des Erkennbaren gestoßen. Wir wissen einige genau erfaßbare Gesetze, einige Grundbeziehungen zwischen unbegreiflichen Erscheinungen, das ist alles, der gewaltige Rest bleibt Geheimnis, dem Verstände unzugänglich. Wir haben das Ende unseres Weges erreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. Unsere Wissenschaft ist schrecklich geworden , unsere Forschungen gefährlich, unsere Erkenntnis tödlich. Wir müssen unser Wissen zurücknehmen, und ich habe es zurückgenommen. Es gibt keine andere Lösung auch für euch nicht".
Einstein: " Was wollen Sie damit sagen?"
Möbius: "Ihr besitz Geheimsender? ihr benachrichtigt eure Auftraggeber. Ihr hättet euch geirrt.
Ich sei wirklich verrückt."
Einstein: "Dann sitzen wir hier lebenslänglich".
Möbius: "Ihr müßt bei mir im Irrenhaus bleiben. Meine einzige Chance, doch noch unentdeckt zu bleiben. Nur im Irrenhaus sind wir noch frei. Nur im Irrenhaus dürfen wir noch denken. In der Freiheit sind unsere Gedanken Sprengstoff."
Newton: "Wir sind doch schließlich nicht verrückt".
Möbius:"Aber Mörder. Wer tötet, ist ein Mörder, und wir haben getötet. Jeder von uns hatte einen Auftrag, der ihn in diese Anstalt führte. Jeder von uns tötete seine Krankenschwester für einen bestimmten Zweck. Ihr, um eure geheime Mission nicht zu gefährden, ich, weil Schwester Monika an mich glaubte. Sie hielt mich für ein verkanntes Genie. Sie begriff nicht, daß es heute die Pflicht eines Genies ist, verkannt zu bleiben. Töten ist etwas Schreckliches. Ich habe getötet, damit nicht ein noch schrecklicheres Morden anhebe."
Überraschend entpuppt sich die Anstaltsärztin Mathilde von Zahnd als die wahrhaft irre Hüterin der Aufzeichnungen, die damit die Weltherrschaft in Händen hält.
Frl. Doktor: "Der goldene König hat mir den Befehl gegeben, Möbius abzusetzen und an seiner Stelle zu herrschen. Ich gehorchte. Ich war Ärztin und Möbius mein Patient. Ich konnte mit ihm tun, was ich wollte. Ich betäubte ihn, jahrlang, immer wieder, und photokopierte die Aufzeichnungen Salomos, bis ich auch die letzten Seiten besaß. Ich beutete zuerst nur wenige Erfingen aus, das nötige Kapital anzusammeln.
Dann gründete ich Riesenwerke, erstand ein Fabrik um die andere und baute einen mächtigen Trust auf. Ich werde das System aller möglichen Erfingen auswerten."
Den drei Physikern bleibt nur noch der Weg in den realen Irrsinn.
<
>