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Informationen
Personen und ihre Darsteller
Friedrich Rehbein, Bürgermeister von Dornstein:
Anna Rehbein, seine Frau:
Susanna, die Tochter:
Karl Rehbein, Bruder des Bürgermeisters (Major a.D.:
Frieda Pilgermeier, Bruder des Bürgermeisters:
Dr. Adolf Beringer, Amtsrichter:
Josef Schweigel, Brauereibesitzer:
Franz Stelzer, Kaufmann:
Anton Hartl, Appr. Bader:
Mathias Kiermayer, Schreinermeister:
Xaver Gruber, Schmiedemeister:
Peter Heitzinger, Redakteur:
Alois Gschwendtner, Buchbindermeister:
Jakob Lindlacher, Ökonom:
Marie, Dienstmädchen:
Regie: Josef Kaspar

Souffleuse: Gertrud Fuchs
Maske: Helene Schreiner, Kathi Wegner
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1986
Siegfried Wegner
Maria Gattinger
Ursula Kaspar
Peter Niedersteiner
Cornelia Kaiser
Erwin Niedersteiner
Georg Bieringer
Klaus Auernhammer
Berhard Brandl
Karl Isemann
Alfons Isemann
Werner Popfinger
Bernhard Brandl
Josef Kaspar
Michaela Seemüller
Komödie in drei Akten von Ludwig Thoma
Die Erwartungen der Dornsteiner Bürger sind hoch. Sie hoffen durch eine günstige Schienenführung der geplanten Eisenbahn Anschluß an die "große Welt" zu erhalten. Der Brauereinbesitzer Schweigel und andere honorige Bürger der Kleinstadt, sind der Meinung, sie hätten ein Recht darauf, nachdem sie anständig wählten und auch nicht zu wenig Steuern zahlten. Die Wellen der Erregung schlagen hoch, fast schon in's "Revoluzzerische".
Die Regierung sieht das aber ganz anders. Entweder wird die Trasse weit um Dornstein herum gebaut, oder gar nicht.
Auf Drängen der Bürgerschaft fährt der Bürgermeister, trotz Ermahnungen seiner Ehefrau, in die Regierung um beim Minister vorstellig zu werden.
Die Unterredung dauert ganze zwei Minuten und Rehbein wird freundlichst hinauskomplimentiert. Die Trassenführung bleibt. So einfach kann er das aber seinen erwartungsvollen Gemeindemitgliedem nicht sagen. Kurzerhand verpackt er die Wahrheit in schöne Worte: "Wie gesagt, wenn es Ihnen eine Beruhigung ist, die wahre Meinung der hiesigen Bürgerschaft kennt das Ministerium jetzt."
Bürgermeister Rehbein wird zum Volkshelden. Der Gesangverein bringt ihm ein Ständchen als Dank für seine mutigen Worte gegenüber der Obrigkeit.
Doch wie im richtigen Leben, anderntags folgt die Ernüchterung.
Der Euphorie des Vortags folgt der "Kater". Der allzu forsche Leitartikel des Lokalblattes hatte den Bogen der bürgerlichen Toleranz überschritten. Angst vor möglichen Folgen machen sich breit.
Das Lebensglück der Bürgermeistertochter Suschen gerät nun auch noch in Gefahr, da ihr Verlobter, Amtsrichter Dr.Beringer, der auf die Wahrung der Gesetze achtet, um seine Karriere fürchtend, die Beschlüsse der Regierung über sein persönliches Glück stellt.
Die resolute, zielstrebige Bürgermeisterin und Mutter von Susehen, gelingt es trotz beißenden Spotts ihres Schwagers alle Wogen der Erregung zu glätten.
Der Bürgerschaft verspricht Rehbein den Minister nochmals aufzusuchen und "ihn zu fragen, ob er sein Empfinden auch nur im geringsten verletzt habe". Und sollte dies der Fall sein, dann werde ich mich entschuldigen".
Jetzt muß er noch seinen zukünftigen Schwiegersohn beruhigen. Ihm erklärt er, er werde den Minister aufsuchen um sich gegen den taktlosen Zeitungsartikel zu verwahren.
Damit ist nun auch Dr. Beringer zufrieden und kann wieder beruhigt im Hause Rehbein verkehren.
Zum Dank für seinen selbstlosen Einsatz bringt ihm der Gesangverein nochmals ein Ständchen.
Bürgermeister: "Diese Ehrung überrascht mich noch mehr wie die erste. lch weiß aber, daß Sie damit nur ihre gute Gesinnung zeigen wollen. Wir Dornsteiner sind und bleiben treue Untertanen. Jetzt und immerdar, in diesem Sinne rufe ich: Die loyale Stadt Dornstein lebe hoch!"
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