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Historie
Der kerngesunde Kranke
Spielhandlung
Informationen
Personen und ihre Darsteller
Leonhard Schönwetter, Bauunternehmer im Ruhestand:
Roswitha, ältere Tochter von Leonhard:
Isolde, jüngere Tochter von Leonhard:
Minna Rübenwurz, seine Haushälterin:
Frau Hintersatz, Nachbarin:
Dr. med. Walter Giesebrecht:
Ferdl Himmelheber, Elektriker:
Herr Stimmel, Rechtsberater:
Herr Dubs, ein Scharlatan:
Regie: Josef Kaspar

Souffleuse: Gertrud Fuchs
Maske: Sylvia Reißnecker & Helene Schreiner
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1983
Hans Schrodt
Cornelia Kaiser
Ursula Kaspar
Kathi Wegner
Sonja Moser
Peter Niedersteiner
Klaus Auernhammer
Hans Pest
Erwin Niedersteiner
Eine Komödie von Peter Pflug (frei nach Moliere)
Privatier Schönwetter ist ein einfacher Mann, der durch seine Tüchtigkeit hochgekommen ist, der seinen Töchtern eine Ausbildung zukommen läßt, wie er selbst sie nicht gehabt hat. Aber als er nun alt wird und er sein Geschäft aufgegeben hat, packt ihn die Angst: seine Töchter, die "etwas Besseres" geworden sind, werden ihre eignen Wege gehen, so fürchtet er, sie werden den ehemaligen Maurermeister verachten und ihn einsam sterben lassen.
Plötzlich kann er nicht mehr allein gehen, plötzlich ist er ein hilfloser Kranker - und wer ist imstande einen Hilflosen allein zu lassen. Aber die Arzte können eine organische Ursache nicht finden, denn die Ursache liegt im Seelischen. Der arme Schönwetter aber meint, die Arzte wollen ihn nicht mehr heilen, weil sie ihn aufgegeben hätten. Er ist nun überzeugt, daß er sich alleine kurieren kann, und läuft dabei Gefahr auf Scharlatane hereinzufallen.
Seiner älteren Tochter Roswitha, ringt er fast das Versprechen ab, immer bei ihm zu bleiben und nie zu heiraten. Das aber verhindert die treue Seele, die Haushälterin Minna. Die resolute Minna ist der Meinung "wenn alle Kranken so
gesund wären wie Sie, dann könnten die Arzte stempeln gehen". Minna versucht es auf ihre Art, den Simulanten zu kurieren. Aber sie hat keinen Erfolg, im Gegenteil er zieht sie noch mehr zurück.
Roswitha hat zusammen mit ihrem heimlichen Verlobten Dr. Walter Giesebrecht einen rettenden Einfall, wie sie dem Vater wieder auf die Beine helfen könnten.
Er gewinnt als Elektiker getarnt sein Vertrauen, und läßt die alten Zeiten auf dem Bau in der Erinnerung von Schönwetter wieder aufleben. Das tut ihm gut und er schließt den jungen "Elektriker" ins Herz.
Die jüngere Tochter Isolde, halbwüchsig, kokett und selbstbewußt ist mit den altmodischen Erziehungsmethoden, dem Rohrstock, den ihr der Vater androht, gar nicht einverstanden und sagt ihm das recht deutlich.
Alle drei sind nicht gerade begeistert, als ihnen Schönwetter eine neue Mutter bzw. Chefin vorstellt, nämlich Frau Hintersatz. Die ist zusammen mit dem Wunderheiler Dubs und dem Rechtsberater Stimmel, die ihn fleissig bekuren, hinter dem Geld von Schönwetter her.
Durch einen glücklichen Umstand wird die Heirat verhindert.
Schönwetter will dem jungen "Elektriker" beweisen, daß seine Haushälterin Minna eine Giftschlange ist, die versucht an sein Geld zu kommen. Er legt sich in den Sessel und stellt sich tot.
Entsetzt muß er anhören, welch wahren Beweggründe Frau Hintersatz bat, ihn zu heiraten. Jetzt erkennt er, wer die wirkliche Schlage ist.
Nun sieht Giesebrecht seine Chance. Er täuscht einen Sturz von der Leiter vor. Die Sorge um den sympathischen Elektriker bringt Schönwetter dazu, aufzuspringen und die Leiter zu halten.
Welch ein Wunder, er kann wieder laufen.
Endlich faßt er wieder Lebensmut, Roswitha kann endlich ihren "Elektiker" heiraten, Isolde hat ihren geliebten Vater wieder, und Minna ist rehabilitiert.