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Die deutschen Kleinstädter
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Info & Aufführung
Personen und ihre Darsteller
Nikolaus Staar, Bürgermeister auch Oberältester zu Froschwinkel:
Frau Untersteuereinnehmerin Staar, seine Mutter:
Sabine, seine Tochter:
Herr Vizekirchenvorsteher Staar, sein Bruder:
Frau Oberfloß- und Fischereimeisterin Brendl, Base von Staar:
Frau Stadt-Akzisekasaschreiberin Morgenrot, Base von Staar:
Herr Bau-, Berg- und Weginspektorassistanet Sperling:
Herr Olmers:
Klaus, der Ratsdiener:
Nachtwächter:
Bauer:
Magd:
Kinder von Nikolaus Staar:
Regie: Josef Kaspar
Souffleur: Sigi Wegner
Bühnengestaltung: Rudi und Peter Niedersteiner
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1978/1
Peter Niedersteiner
Kathi Wegner
Cornelia Isemann
Rudi Niedersteiner
Maria Gattinger
Sonja Ott
Schorsch Bieringer
Werner Popfinger
Hans Pest
Jimmy Moser
Jimmy Moser
Andrea Artenjak
Ursula Kaspar, Gertraud Dallmayr und Josef Martin Kaspar
Lustspiel in 4 Aufzügen von Titular-Rat August von Kotzebue
Das Lustspiel versetzt uns in die Zeit Anfang des 19.Jahrhunderts. Meister Kotzebue nimmt eine typisch deutsche Eigenart, nämlich die Freude an Titeln und die Unterwürfigkeit Ihrer Träger gegenüber, durch eine geistvolle Versprottung aufs Korn.
Das Städtchen Froschwinkel ist dafür bestens geeignet. Die Würdenträger der Stadt fühlen sich hier als Nabel der Welt.
Bürgermeister Staar, auch Oberältester, fühlt sich obendrein noch als Retter der Ehre seiner Stadt. "Die Jurisdition zwischen unsere guten Stadt Froschwinkel und dem benachbarten Amte Rummelsburg war strittig - eine Diebin wurde eingefangen - wir wollten sie an den Pranger stellen, die Rummelsburger gleichfalls. Wir wollten Sie mit Ruten streichen, die Rummelburger gleichfalls. - Neun Jahre lang haben wir prozessiert - die Delinquentin ist indessen wohlverwahrt worden - Gott sei Dank !sie lebt noch - wir siegen, und morgen steht sie am Pranger". Hierfür wird ein großes Fest veranstaltet.
Gleichzeitig mit dem großen Fest, soll auch die Verlobung der Tochter des
Bürgermeister Staar hat nämlich eigene Anschauungen über die Instandhaltung der Straßen in seiner Stadt. Er läßt sie nicht reparieren, und das aus gutem Grund. "Was soll denn aus unseren Schmieden und Sattler werden, die vom Umwerfen leben müssen?"
Der Reisende ist der von Sabine lange ersehnte Herr Olmers. Der Brief ist ein Empfehlungschreiben von Sr. Exzellenz, dem dirigierden Herrn Minister, dem hohen Gönner und Patron der Stadt. Dieser schreibt, Herr Olmers sein ein Schul- und Universitätsfreund möchte in Froschwinkel für einige Tage wohnen. Er bittet den Bürgermeister, seinen Freund in seinem Hause aufzunehmen," und als eigenen Sohn zu betrachten.
Das bringt die gesamte Familie durcheinander.
Natürlich vor allem die Großmutter Staar, die sofort eine großes Menü plant. Wen kann man aber zu so einer Festlichkeit laden?
Ratschläge holt sich die Frau Untersteuereinnehmerin Staar bei ihren Muhmen, der Frau Oberfloß- und Fischmeisterin Brendel und der Frau Stadt-Akzisekasseschreiberin Morgenrot.
Hochnoble Gesellschaft der Stadt Froschwinkel wird zum Abendschmause geladen.
Olmers ist aber mit den etwas spießbürgerlichen Gepflogenheiten der guten Gesellschaft nicht vertraut und tappt natürlich von einem Fettnäpfchen in das andere.
Er hört dem Herrn Bürgermeister, auch Oberältesten, nicht aufmerksam zu, als der von dem 9-jährigen Prozeß mit der Nachbargemeinde erzählt. Die Frau Untersteuereinnehmerin Staar, betitelt er gar mit Madam. Er nimmt vom Abendmahle nur wenig zu sich, befragt nicht nach den Ingredienzen der Speisen. Das Brot dreht er zu Kugeln und beschießt damit Sabine, und so weiter.
Das Schlimmste aber: er hat keinen Titel.
All diese Mankos führen dazu, daß sein Heiratsantrag bei der Familie zwar höflich, aber bestimmt abgelebt wird.
Bei einem heimlichen Treffen abends vor dem Haus rückt ihn Sabine zurecht. Sie nimmt ihm das Versprechen ab, ihre Großmutter nicht mehr mit Madam zu betiteln und gibt ihm auch sonst noch Verhaltensmaßregeln.
Hier kommt ihnen noch der Zufall zuhilfe. Versteckt, hinter einem Laternenpfahl, hören sie wie der Ratsdiener dem Bürgermeister und seiner Familie, das Verschwinden der Delinquentin samt Schinken aus der Vorratskammer beichtet.
Der Schuldige wird schnell ausgemacht. Sie hinterließ ein kleines Abschiedsschreiben, in dem sie sich für die 9-jährige Beherbergung bedankt. Sie habe Lust frische Luft zu schöpfen, und bedanke sich besonders beim Herrn Vizekirchenvorsteher, daß er ihr immer schöne Bücher geliehen habe, vor allem "Trenks Leben und Flucht aus dem Gefängnis". Das ist peinlich. "Die Rummelsburger lachen sich tot", mutmaßt der Bürgermeister. Schlimmer noch, wie erklärt man das in der Residenz bei Hofe.
Jetzt kommt der große Auftritt von Olmers. Er erklärt sich bereit in der unangenehmen Begebenheit bei Hofe zu vermitteln. Er habe gewissen Einfluß, Vermögen und ist befreundet mit dem Minister.
Salonfähig und damit auch ein akzeptabler Bräutigam wird er aber erst, als er der Großmutter gesteht: Er habe einen feinen Titel: "Geheimer Kommissionsrat".
Jetzt endlich ist die Familie auch bereit ihm die Hand von Sabine zu geben.
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