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Pension Vogelsang
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Info & Aufführung
Personen und ihre Darsteller
Alois Moosbichler, Gutsbesitzer aus Niederbayern:
Ulrike Sprosser, seine Schwester:
Frieda, ihre Tochter:
Franziska, ihre Tochter:
Ferdl, Neffe von Moosbichler:
Ernst Kissling, Maler und Freund von Ferdl:
Fritz Bernhardy, ein Weltenbummler:
Josephine Krüger, Schriftstellerin:
Hans Schöller, Inhaber der Pension Vogelsang:
Amalie Pfewiffer, seine Schwägerin:
Friederike, ihre Tochter:
Eugen Rümel, ein verkannter Schauspieler:
Gröber, Major a.D.:
Pepi, ein Oberkellner aus Wien:
Regie: Josef Kaspar
Souffleuse: Gertrud Tremel
Bühnengestaltung: Rudolf Niedersteiner
Bühnenbauteam: Hans Schrodt und Peter Niedersteiner
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1976
Joe Bieringer
Irmgard Niedersteiner
Cornelia Isemann
Renate Schrodt
Hans Pest
Werner Popfinger
Hans Schrodt
Kathi Wegner
Sigi Wegner
Maria Gattinger
Sonja Ott
Peter Niedersteiner
Rudolf Niedersteiner
Jimmy Moser
Eine Posse in drei Akten von Laufs und Jakoby "Pension Schöller"
nach Bayern verlegt von Josef Kaspar
Der niederbay. Gutsbesitzer Alois Moosbichler ist zu Besorgungen, zusammen mit seiner Schwester, und deren Töchter Frieda und Franziska, nach München gefahren. Für die drei Frauen ist es eine willkommene Abwechslung. Zuhause führt die Schwester dem unverheirateten Moosbichler die Wirtschaft.
Alois möchte allein in der Stadt bleiben, und schickt die Frauen zurück nach Niederbayern. Er will noch etwas Besonderes erleben.
Er verspricht seinem Neffen Ferdl das Gründungskapital für seine Firma, wenn er ihm einen Besuch eines "Irrenhausballs" ermöglicht. Er erklärt dem ratlosen Ferdl, daß er in der Zeitung gelesen hätte, es gäbe für Verrückte eine Private Irrenanstalt, die Gesellschaftsabende und Bälle für ihre Insassen veranstalten würde. So einen Ball möchte er mitmachen.
Ferdl ist verzweifelt: Wie soll er so einen Besuch ermöglichen?
Seinem Freund Kissling kommt die rettende Idee. "Da gibt es doch die Pension Vogelsang, und der Direktor Schöller veranstaltet regelmäßig Gesellschaftsabende. Die Gesellschaft die dort wohnt ist, na ja, etwas wunderlich. Die könnte man Onkel Moosbichler doch als Irre unterjubeln".
Vor dem Besuch erhält Alois von Ferdl und Kissling noch einige Verhaltensmaßregeln. Er muß versprechen sich nichts anmerken zu lassen, mit wem er es zu tun hat. Dann geht's auf in die Pension Vogelsang.
Alois Moosbichler fällt natürlich bereits bei der Begrüßung von Direktor Schöller aus seiner Rolle. Kissling entschuldigt das bei Schöller mit dem vertraulichen Hinweis, daß Moosbichler nicht alle Tassen im Schrank habe.
Jede Äußerung von Schöller wird von Moosbichler falsch verstanden und mit unpassenden Kommentaren versehen, die Direktor Schöller rasch überzeugen, daß der gute Alois nicht richtig tickt.
Er lernt nach und nach alle Pensionsgäste kennen:
Die Schriftstellerin Josephine Krüger, die um schriftstellerisches Material zu sammeln, alle Menschen die ihr In den Weg kommen, durch ihre Fragen zu ihrer Herkunft und ihren Erlebnissen, geradezu auf die Folter spannt. Er erzählt ihr eine haarsträubende Geschichte über seine Herkunft, und Frl. Krüger notiert alles eifrig.
Als nächstes macht er Bekanntschaft mit Bernhardy, dem Weltenbummler und Löwenjäger. Der erkennt in Alois nach kurzer Unterhaltung, den idealen Reisepartner. Er nimmt ihm das Versprechen ab, bei der nächsten Weltreise mit ihm zu fahren.
Die nächste Bekanntschaft ist Frau Amalie Pfeiffer, die Schwester von Direktor Schöller. Sie macht in dem unverheirateten Moosbichler, sofort einen möglichen Ehemann für ihre Tochter Friederike aus. Frau Pfeiffer spricht überhaupt von nichts anderem, als vom Heiraten.
Alois gibt ihr in allen Punkten recht, nur damit er schnell wieder von ihr erlöst ist.
Um ihre Friederike brauchte sie sich aber überhaupt keine Sorgen machen, die kann sich sehr wohl allelne einen Bräutigam suchen. Ferdl hat sich Hals über Kopf in die hübsche Tochter verliebt und macht ihr auch bald eine Liebeserklärung.
Währenddessen amüsiert sich Onkel Alois mit Bernhardy bei einem Gläschen Champus. In fröhlicher Laune und vor sich hinlachend, prallt er Plotzlich auf den grantigen und schwierigen Major. Obwohl.er von SchölleFgewarnt wurde verschiedene Reizthemen nicht anzusprechen, tapt er wie ein Elefant genau in dlese heiklen Gesprächsthemen hinein.
Wütend verspricht ihm der Major, daß er von ihm hören würde.
Zu guter Letzt stolpert er fast noch über den Neffen von Schöller, Eugen, der gerne Schauspieler werden will und überall und ständig vor den Gästen aus seinen Rollen deklamiert. Ein entscheidendes Hindernis seiner Schauspielerkarriere ist der Buchstabe l, den er stets als n ausspricht.
Sein Opfer ist diesmal Alois Moosbichler. Der hört ihm geduldig zu, und gibt ihm wieder neuen Auftrieb. "Ich danke ihnen, sie haben durch ihr gerechtes Urtein mir wieder Mut eingefnößt. Neben sie wohn!"
Im dritten Akt ist Alois Moosbichler wieder auf seinem Landgut in Niederbayern. Etwas merkwürdig benimmt er sich dort allerding noch. Er gibt seiner Schwester und deren Töchter immer wieder eigenartige Antworten und lacht unvermittelt.
Wie durch eine geheime Absprache erscheinen nach und nach alle "Irrenanstalts-Insassen".
Zuerst Bernhardy. Er will sofort mit Alois auf Weltreise gehen. Moosbichler ist entsetzt, und komplimentiert ihn in ein Nebenzimmer und schließt ab. Bei dem ungestümen Bernhardy hat er sich aber verrechnet. Der sieht im Garten die junge Franziska, verliebt sich spontan in sie, und springt zum Fenster hinaus in den Garten. Aber wenigstens ist der jetzt mit Franziska beschäftigt, denn als nächster Gast erscheint bereits der Major.
Er will endlich sein Duell mit Alois ausfechten. Ihn verfrachtet er in das zweite Zimmer und schließt ab.
Jetzt muß er sich aber beeilen, und dem Direktor Schöller ein Telegramm senden, daß er seine Irren wieder abholt.
Auch Josephine Krüger, die weiteren Stoff für Ihren Roman saimneln will, Amalie Pfeif f er, die Alois als Schwiegersohn einfangen will, und zuletzt auch noch der schauspielernde Eugen erscheinen bei Moosbichler. Der verfrachtet alle in verschiedene Zimmer und schließt sie ein. Eugen sperrt er kurzerhand in den Kleiderschrank, nachdem alle Zimmer belegt waren.
Mit der Ankunft seines Neffen Ferdl, Freund Kißling und dem Direktor Schöller, entwirrt sich die Situation.
Ferdl legt ein Geständnis ab, erhält trotzdem seinen Kredit von Onkel Alois und seine Angebetete Friederike obendrein.
Moosbichler und Schöller stellen erheitert fest, daß jeder vom Anderen annahm, er wäre verrückt.
Alois stellt lachend fest: "No, dann san ma ja quitt."
So kommt alles wieder ins Lot. Dir. Schöller beruhigt den Major und nimmt seinen schauspielernden Neffen und seine Schwester wieder mit. Bernhardy will keine Weltreise mehr mit Alois machen, denn er hat das Glück bei seiner Franziska gefunden.
Endlich ist wieder Ruhe im niederbayrischen Gutsbesitzerhaushalt.