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No amoi a Lausbua sei
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Info & Aufführung
Personen und ihre Darsteller
Simmerl Geitinger:
Kathl, seine Frau:
Jakob, Simmerls Neffe:
Aigner Hans, Simmerls Freund:
Tante Zenta:
Der Bürgermeister:
Der Großbauer:
Der Huberbauer:
Loni, seine Tochter:
Stasi, Magd beim Huberbauern:
Der Gendarm:
Ein kleines Mädchen:
Ein Gütler:
Regie: Josef Kasper
Souffleuse: Gertrud Tremel
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1975/2
Klaus Auernhammer
Maria Güll
Hans Pest
Peter Niedersteiner
Kathi Bieringer
Joe Bieringer
Hans Schrodt
Werner Popfinger
Anita Isemann
Cornelia Isemann
Sigi Wegner
Barbara Kaspar
Josef Kaspar
Schwank in drei Akten von Franz Schaurer
Der Geitinger Simmerl ist trotz seiner 40 Jahre immer noch ein Lausbua. Bei Aufräumarbeiten im Schuppen entdeckt er eine alte Böllerkanone, mit der an Festlichkeiten geschossen wurde.
Der Versuchung, die Kanone auszuprobieren, konnte er nicht widerstehen. Er versteckte sie sorgfältig außerhalb der Ortschaft und ließ sie richtig krachen. Das gab einen Aufruhr im Dorf. Alle forschten nach der Ursache, aber keiner fand sie.
Simmerl bezeichnet seine Kracherei als neuartige Explosionsversuehe. Allmählich wird er für verrückt erklärt, und den Dorfbewohnern wird das ständige Krachen lästig. Fast will er die Knallerei aufgeben, weil ihm seine Frau und der Dorfgendarm tüchtig einheizen, da koimnt ein ehemaliger Schulfreund zu Besuch. Die beiden haben in Jugendtagen öfters Lausbubenstreiche ausgeheckt. Der Aigner Hans ist natürlich von dem Streich hellauf begeistert. Er wittert sofort die Möglichkeit, dem jetzigen Bürgermeister und dem Großbauern einen Streich zu spielen. Mit beiden hat Hans noch eine Rechnung offen, sie brachten ihn vor 10 Jahren um sein Hab und Gut.
Er wird als Assistent engagiert.
In der Gemeinderatssitzung wird beschlossen dem Simmerl endgültig das Handwerk zu legen. Der Bürgermeister, der Großbauer und der Gendarm kommen ins Anwesen von Geitinger und wollen ihm mitteilen, daß die Kracherei ein Ende haben muß. Dort überrascht sie aber ein Dr. Meier von der meteorologischen Forschungsanstalt München, mit der Mitteilung daß der Sinmerl erfolgreiche Wetterforschung betreibt. Hans, als Wisenschaftlicher verkleidet, trägt recht dick auf: "Die Wissenschaft wird Sie feiern als einen Ihrer Großen". Er erklärt den verdutzten Besuchern: "Das von Herrn Geitinger erfundene radioaktive Geschoß ist unbegrenzt anwendbar.
Nur ein kleines Beispiel, Hagelwetter ist in Zukunft vollkommen ausgeschlossen, die kosmischen Strahlen, die bei Explosionen den Geschossen entströmen, lösen Eis in Sekundenteilen auf und verwandeln es in wohltätigen warmen Regen. Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit. Die Strahlen dringen auch in das Innere der Erde. Herr Geitinger hat mit ihrer Hilfe in der nächerene Umgebung des Ortes Erdölvorkommen festgestellt."
Für den Bürgermeister steht fest, sie wollen die Ersten sein, die den berühmten Forscher feiern. Tante Zenta, eine altjüngferliche Beißzange, die bei Geitingers zu Besuch ist, und der Dorfgendarm arrangieren das Fest. Der Bürgermeister und der Großbauer laden das ganze Dorf zu Essen und Trinken ein, und überreichen Simmerl eine Schenkungsurkunde für ein Haus.
Der Großbauer hat nämlich sofort die Ohren gespitzt, bei Ausführungen von Hans wegen des Erdölvorkommens. Er hat die Lage des "Erölfeldes" aus Hans herausgekitzelt und sofort dein Eigen-, dem Huberbauern, den Kauf angeboten. Der ist von Simmerl schon entsprechend geimpft worden und erhält für seine wertlose saure Wiese, 6000,- DM.
Am nächsten Tag will er seine neuerstandene "Erdölwiese" zusammen mit dem Bürgermeister besichtigen. Die beiden werden von Simmerl und Hans in die morastige Wiese gelockt in der sie prompt bis zum Knie versinken.
Bisher ging alles nach Plan. Doch plötzlich ist der Wurm drin. Der Peter, der Knecht vom Huberbauern, erkennt Hans, und die Dirn vom Huberbauern, die Stasi, findet die Kanone.
Um größeres Unheil, sprich Prügel, abzuwenden, verpflichten sich die beiden Lausbuben für das ganze Dorf ein Fest mit freiem Essen und Trinken abzuhalten. Finanzieren wollen sie das mit der Rückgabe der Hausurkunde. Das paßt dem Gendarm gar nicht in seine Pläne. Er brauchte eine Empfehlung des Bürgermeisters an seinen Vorgesetzten, für seine langersehnte Beförderung. Aber stehlen kann er die Hausurkunde doch nicht.
Tante Zenta, die sich auf ihre alten Tage noch in den Gendarm verliebt hat, stiehlt die Urkunde. Der Diebstahl wird aber bemerkt und der Neffe vom Simmerl, der Jakob, nimmt sie der Tante Zenta unter größtem körperlichen Einsatz, mit Schrammen und Kratzern, wieder ab.
Alles hat sich wieder beruhigt und die beiden Erdölforscher werden unter Gelächter und Hallo aus dem Sumpf befreit. Die beiden stimmen zähneknirschend dem "Rückkauf", sprich Freibier usw., zu.
Zur Bekräftigung des Abschlusses, ertönt ein fürchterlicher Knall.
Die Stasi hat die Kanone in die Luft gesprengt