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Die Schatztruhe
Spielhandlung
Info & Aufführung
Personen und ihre Darsteller
Alois Pirker:
Karl Avenarius, ein Schauspieler:
Der Wirt:
Schuster Keidel:
Cilly, seine Frau:
Burgl, eine Witwe:
Resi, deren Tochter:
Hans, ein Holzknecht:
Herr Psametter:
Eine Krankenschwester:
Peter, Keidels kleiner Bub:
Mann 1:
Mann 2:
Regie: Josef Kasper
Souffleuse: Gertrud Tremel
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1975/1
Klaus Auernhammer
Peter Niedersteiner
Hans Jürgen Schrodt
Rudolf Niedersteiner
Cornelia Isemann
Kathi Wegner
Sonja Ott
Joe Bieringer
Werner Popfinger
Annemarie Schneiderbauer
Ursula Kaspar
Sigi Wegner
Hans Pest
Volksstück von Ernst Henthaler
Alois Pirker, ein älterer einsamer Sonderling, bei dem seine habgierigen Nachbarn verborgene Reichtümer wittern, liegt mit einer Nierenentzündung im Krankenhaus. Als Bettnachbar stellt sich ihm ein Schauspieler, Karl Avenarius, vor. Avenarius ist ein mittelloser Konunödiant und Lebenskünster, der im Krankenhaus als Simulant sein Unwesen treibt.
Sie freunden sich an und als die "Krankheit" von Avenarius ausgeheilt war und Pirker entlassen wird. nimmt er die Einladung den Winter in Mühlbach im Haus vom Pirker zu verbringen, gerne an.
Hier in Mühlbach hat der Pirker wegen seiner "Schatztruhe", in der der gesamte Ort seinen Reichtum vermutet, ein hohes Ansehen.
Weder die Wirtschafterin Bürget, der Schuster Keidl, der Wirt, noch der Krämer Verlagen von ihm eine Bezahlung. Jeder erhofft sich nach seinem Tod einen Anteil an dem Reichtum.
Vor Avenarius lüftet er seine Geheimnisse, er läßt ihn in die Truhe schauen. Zu dessen Überraschung befindet sich nur ein gewohnliches Osterei aus Pappe, in der sonst leeren Truhe.
Einen weiteren Trick wendet er an, um sich das Wohlwollen aller zu erhalten; so erklärt er dem verdutzten Avenarius: "Wie ich mit meinem Bauernhof im Pustertal abgewirtschaftet hatte, da hat die Bank, die das Geld darauf gegeben hat, ihn mir für eine Rente von monatlich genau 60 Mark abgelöst. 400 habe ich von verkauften Sachen eingenommen - das ist der ganze Glanz, mit dem ich hier eingezogen bin! Diese 400 Mark liegen bei derselben Bank, bei der auch meine Rente überwiesen wird. Ich laß mir sie nur jeden Ersten kommen, nehme mir meine 60 Mark weg und schicke 340 wieder zurück. Mit der Rente, die dort jeden Monat eingeht, sind dann die 400 wieder voll. Es sind immer die gleichen, die da hin und her gehen. Und deswegen grüßt mich ganz Mühldorf seit zehn Jahren schon von weitem und alle glauben ich hätte inzwischen an die 50000 DM angespart."
Doch langsam kommt Unruhe bei den "Erbschleichern" auf. Sie wollen endlich von dem Reichtum etwas sehen.
Pirker wird klar, daß die schonungslose Aufdeckung des Schwindels nicht mehr lange hinausgezögert werden kann. Dem gewieften Avenarius fällt noch ein Ausweg, oder zumindest ein Zeitgewinn, ein. Er maskiert sich als reicher Bruder aus Amerika, dessen Bild über dem Sofa vom Pirker hängt. Um alle von seinem Reichtum zu überzeugen wird ein altes Los zu einem 100 Dollarschein umfunktioniert und vorgezeigt.
In diese Maskarade wird nur noch die Tochter der Burgel, die Resi eingeweiht.
Avenarius spiel die Rolle des reichen Bruders mit Hingabe und vielen Ausschmückungen.
Doch da tritt die unvermeidliche Verwicklung ein.
Der "echte Bruder" taucht plötzlich in Mühlbach auf.
Nach und nach stellt sich die ganze Wahrheit heraus.
Der Bruder aus Amerika existiert nicht, die Fotografie zeigt einen Bekannten von Pirker, einen Losverkäufer. Jetzt werden die Gefoppten wütend, die Truhe muß geöffnet werden. In dem ganzen Trubel stellt der Losverkäufer fest, daß der "100 Dollar-Schein", ein Glückslos ist.
Alles ist wieder beruhigt, da ein Gewinn zu erwarten ist, und bekuren den Pirker wieder. Plötzlich fällt dem Losverkauf er auf, daß der Gewinner nicht Ausländer sein darf. Doch kein Gewinn.
Jetzt fallen sie wieder über den Pirker her. Doch halt, Pirker ist ja italienischer Staatsangehöriger, das Pustertal gehört jetzt zu Italien. Alles ist wieder eitel Sonnenschein.
Doch halt, wieder stimmt etwas nicht.
So geht es einige Male hin und her. Zum Schluß wirds noch spannend. Wird der Losverkäufer bis 12.00 Uhr mittags die Anmeldung des Loses in Bozen noch schaffen. Zehn Minuten hat er noch Zeit. Aber die reichen nicht aus. Leider! Aber halt, in Italien ist noch keine Sommerzeit. Dort steht die Uhr erst auf 11.15 Uhr. Doch noch geschafft. Der Pirker ist ein reicher Mann.
Alle bekommen was sie verdienen, nämlich nix.
Nun wendet sich alles zum Guten. Der Pirker kauft seinen Hof im Pustertal zurück, und lebt dort bis zum Ende seiner Tage mit Karl Avenarius.
Die treue Resi kann endlich ihren Hannes, den Holzknecht, heiraten, und erhält das Pirkerhaus in Mühlbach.
Aus der Truhe, dem Gegenstand aller Spekulationen, wird eine Wiege gezimmert und wird so zur Glückstruhe.